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Thomas Kumbernuß

Der Ankauf des Kohlrabizirkus' ist der richtige Schritt!

 

In der Sitzung am 21. Juli 2021 beschloss der Stadtrat den Ankauf des Kohlrabizirkus für 11,5 Millionen Euro. Unsere Fraktion begrüßt diese Initiative der Stadt ausdrücklich. Auch, wenn die Kritik, man hätte die Immobilie bereits viel früher und für einen geringeren Preis erwerben sollen, durchaus berechtigt ist, ist der Ankauf auch heute noch der richtige Schritt. Durch den Erwerb profitiert die Stadt in gleich mehreren Feldern- kulturell, sportlich und wissenschaftlich.

Im Kohlrabizirkus ist seit Jahren einer der renommiertesten Clubs in ganz Deutschland, das „Institut für Zukunft“ (IfZ) angesiedelt. Außerdem sind die Hallen Heimstätte des Eishockey-Vereins EXA Icefighters. Beide Institutionen erhalten nun langfristige Planungssicherheit.

Bei Nichterwerb hätte dem IfZ ein ähnliches Fiasko gedroht wie momentan der Distillery und dem TV-Club, da sich der Kohlrabizirkus zum Spekulationsobjekt entwickelt hätte. Für die Distillery selbst und TV-Club bietet sich durch den Erwerb des Kohlrabizirkus‘ eine Interimslösung an, da dort für beide Clubs vorübergehend ein Spielbetrieb möglich wäre, bevor sie später ins Gleisdreieck ziehen könnten“, erklärt Thomas Kumbernuß, Sprecher für Stadtentwicklung der Fraktion DIE LINKE. im Leipziger Stadtrat.

„Und nicht nur der Profisport profitiert vom Erwerb, sondern auch der Breitensport. Leipzig fehlt momentan eine dauerhaft nutzbare Eissporthalle für jedermann. Das in naher Zukunft neu entstehende Stadtviertel Bayerischer Bahnhof in unmittelbarer gewinnt so außerdem noch mehr an Attraktivität - ebenso wie der Wissenschaftsstandort Leipzig, bietet doch der Erwerb des Kohlrabizirkus‘ samt angrenzendem Areal auch die Möglichkeit der Erweiterung des BIO CITY Campus an der Alten Messe.

Zur Ertüchtigung des Gebäudes wird zwar noch Geld in die Hand genommen werden müssen, die grundlegende Bausubstanz (u.a. Kuppeln) und deren langfristigen Stabilität wird jedoch keine riesigen Investitionen in den nächsten 25 Jahren durch die Stadt erfordern. Die Möglichkeit einer langfristigen kulturellen, sportlichen und wissenschaftlichen Nutzung wiegen dies um ein Vielfaches auf.