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Siegfried Schlegel

Wohnungsnotfallhilfe ist vielfältig und bedarf enger Zusammenarbeit von Stadt und freien Trägern

Trotz umfangreicher Tagesordnung der zweitägigen Stadtratssitzung ließ es sich Sozialbürgermeister Prof. Thomas Fabian nicht nehmen, am 27. Juni mit der Arbeitsgemeinschaft (AG) Recht auf Wohnen zu aktuellen und künftigen Herausforderungen der Wohnungsnotfallhilfe in Leipzig ins Gespräch zu kommen.

Die AG Recht auf Wohnen ist ein Zusammenschluss von freien Trägern der Wohnungsnotfall- und Wohnungslosenhilfe in Leipzig sowie der Leipziger Stadtratsfraktionen Bündnis 90/ Grüne und DIE LINKE, vertreten durch Cordula Rosch und Siegfried Schlegel. Ziel der Akteure der Wohnungsnotfallhilfe ist es, mit Betroffenen Wege zur nachhaltigen Verhinderung bzw. Beseitigung von Wohnungslosigkeit zu finden. Im Fachplan Wohnungsnotfallhilfe des Sozialamtes werden die Angebote in Leipzig und die Vernetzung der verschiedenen Akteure dargestellt.

Prof. Fabian betonte in dem Gespräch, dass ihm das Thema Wohnungsnotfallhilfe sehr am Herzen liegt, weshalb es wichtig sei, Angebote unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mittel zu schaffen. Er wurde von der Sozialamtsleiterin Martina Kador-Probst und dem Abteilungsleiter Soziale Wohnhilfen Tom Hübner begleitet. Frau Kador-Probst betonte, dass seit längerem die Stelle der Sachgebietsleitung Wohnhilfen sowie Bereichsleitung des Fachdienstes Wohnhilfen unbesetzt sind. Deshalb wurde auch der Erarbeitung und der Umsetzung des im Dezember beschlossenen Fachplans Wohnungsnotfallhilfen Vorrang eingeräumt. Dabei wurde die Information an die freien Träger und deren Einbeziehung zeitweilig zurück gestellt. So gelang es trotz zeitaufwändiger Ausschreibung innerhalb weniger Monate das Angebot des Hilfebusses - der täglich unterwegs ist - mit einem freien Träger zu organisieren. Sanierung und Ausbau des Übernachtungshauses für obdachlose Männer in der Rückmarsdorfer Straße wurden geplant, die Angebote  der Bahnhofsmission wurden erweitert. In den Übernachtungshäusern für wohnungslose Frauen und Männer werden künftig Schließfächer angeboten, und die Öffnungszeiten des Übernachtungshauses für Frauen wird erweitert.

Bis zum Herbst werden fünf Streetworkerstellen neu vergeben. Herr Prof. Dr. Fabian und Frau Kador-Probst bejahten die Notwendigkeit eines gemeinsamen, kontinuierlich arbeitenden Gremiums mit allen in der Wohnungsnotfallhilfe tätigen Einrichtungen und Diensten und der Verwaltung. Das könnte im Rahmen des Fachforums Wohnen geschehen, das Ende August erneut einberufen werden soll.

Die Teilnehmer diskutierten ergebnisoffen weitere Themen, wie „Housing-First“ –  die bedingungslose Bereitstellung von Wohnungen, wofür gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft ein nachhaltiges Leipziger Modell entwickelt werden soll. Bereits heute werden Familien/ Personen in Gewährleistungswohnungen untergebracht, wenn diese keine Mietverträge (auf Grund von Mietschulden usw.) bekommen. Eine weitere „Baustelle“ ist die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung von auf der Straße lebenden Menschen.

 


         Die Fraktion im Amtsblatt