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Siegfried Schlegel

Vielfalt bringt Leben auf Alte Messe

LVZ 5. 4. 2019 „Radler Stadler, Leipzig“

Wenn auch der Prozess der Entwicklung und Vermarktung des Areals Alte Messe ein langwieriges und mühsames Unterfangen ist, so hat sich nach Ansicht von Stadtrat Siegfried Schlegel, Sprecher für Stadtentwicklung, Beharrlichkeit und Weitblick ausgezahlt. Die Eröffnung des größten sächsischen Fahrrad-Centers ist Anlass zur Freude in mehrfacher Hinsicht. Nunmehr müssen die Konsumenten nicht mehr auf die grüne Wiese fahren, weil Möbel- und Fahrradhändler sowie Waren für den täglichen Bedarf zu Ihnen gekommen sind. Anders als die Halle des heutigen Hit-Marktes, der Halle 16 und dem Portikus des ehemaligen sowjetischen Pavillons gehörte auch die ehemalige Messehalle 15 zu jenen, deren Erhalt zwar erhofft, aber nicht zwingend festgeschrieben wurden. Deshalb ist hervorzuheben, dass durch die gemeinsame Suche von LEVG Alte Messe, Stadtverwaltung und Stadträten mit öffentlichen und privaten Investoren mehr historische Bausubstanz in Gänze wie durch Fahrrad Stadler und Hit oder zumindest in Teilen wie bei der Halle 2 durch Möbel Porta und künftig bei der Halle 17 durch Hornbach-Baumarkt nachgenutzt werden.

Die finanzielle Unterstützung im Gegenzug für den Rückbau des südlichen Doppel-M ermöglichte die ursprünglich nicht vorgesehene Restaurierung des ältesten Doppel-M am Haupteingang Prager Straße. Von Anbeginn war nach dem Umzugsbeschluss der Messe gefordert, dass auf dem Areal der Alten Messe Zentrumsfunktionen, für die im Stadtzentrum zu wenig Platz ist, sowie Wissenschaft- und Forschungseinrichtungen auf der Alten Messe angesiedelt werden sollen, was mit der Bio-City, dem Max-Planck- und dem Frauenhofer-Institut, mit dem im Bau befindlichen Institut für Biodiversität sowie Unternehmensansiedlungen für BIO-Science entlang der Zwickauer Straße gelungen ist. Für Life-Science werden deshalb weitere Flächen vorgehalten.

Für die überwiegend als Neubau errichteten Gebäude wurden Architektur- und Fassadenwettbewerbe bzw.  Gutachterverfahren durchgeführt. In dem im Umau befindlichen ehemaligen sowjetischen Pavillon haben das Stadtarchiv und künftig städtische Ämter eine neue Heimstatt gefunden. Nach der Gestaltung der Mittelachse der Straße des 18. Oktober mit Sicht zum Völkerschlachtdenkmal und in der Gegenrichtung zum Rathausturm, die nicht verstellt werden soll, können auch temporäre Events stattfinden. Mit einem Antrag soll die östliche Fläche an der Prager Straße zwischen Allee Alte Messe und DB-Bahneinschnitt für eine städtische weiterführende Schule gesichert werden. Dieser Schulstandort hat kürzeste Wege zu Haltepunkten von Straßenbahn, Bus und S-Bahn. 


         Die Fraktion im Amtsblatt