Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Cordula Rosch und Siegfried Schlegel

Umsetzung von Sofortmaßnahmen zur Wohnungsnotfallhilfe

Die Fraktionen Bündnis 90/Grüne und DIE Linke haben gemeinsam je eine Anfrage für die Ratsversammlung für Januar und Februar zur Umsetzung des Fachplanes  Wohnungsnotfallhilfe in Leipzig 2018 bis 2022 gestellt. Am vergangenen Montag hatte sich die Arbeitsgemeinschaft Recht auf Wohnen mit den Inhalten und beschlossenen Maßnahmen des Fachplanes befasst, der auf Grund der Dringlichkeit in der Ratsversammlung im Dezember beschlossen worden war. In der Anfrage Januar geht es um  dringliche in diesen Winterwochen umzusetzende Sofortmaßnahmen. Die Vertreter der  Fraktionen Bündnis 90/Grüne und DIE Linke Cordula Rosch und Stadtrat Siegfried Schlegel waren in der AG-Sitzung gebeten worden, die Umsetzung von dringlichen Maßnahmen wegen der besonderen Härten für die Menschen ohne Obdach bei der winterlichen Witterung bereits in der Stadtratssitzung am 23. Januar nachzufragen. Das betrifft den ganzjährigen Einsatz eines Hilfebusses ab Winter 2018/19 von 19 bis 23 Uhr und am Wochenende von 16 bis 23 Uhr,  um auf der Straße lebende Menschen an den bekannten Aufenthaltsplätzen aufzusuchen und im Ausnahmefall auf ihren Wunsch hin zu einem sicheren Übernachtungsplatz zu bringen. Dieser Bus soll helfen, notärztliche Versorgung zu organisieren und benötigte Medikamente zu beschaffen sowie Schlafsäcke zu verteilen.

Wichtig ist auch, dass die Öffnungszeiten des Übernachtungshauses für wohnungslose Frauen an die Zeiten im Übernachtungshaus für Männer und die Öffnungszeiten in den Tagestreffs z. B. Montag bis Freitag mindestens von 8 bis 16 Uhr angepasst werden, um Aufenthaltsmöglichkeiten rund um die Uhr zu sichern. Ebenfalls müssen durch die beschlossene Aufstockung der Streetworker-Stellen von 3,4 auf 5 Vollzeitkräfte zusätzliche Stellenanteile für die Träger geschaffen und durch die Stadt finanziert werden, damit diese als Tandem eingesetzt werden können. Darüber hinaus wird angefragt, wann und wo es ergänzende Angebote für Paare und für Wohnungslose mit Hunden geben wird.  

Für die Sitzung im Februar wird zu anderen Maßnahmen sowie beauftragten Konzepten angefragt. So geht es um die Einrichtung einer Informations- und Ansprechstelle für ehrenamtliche Hilfeleistende für Obdachlose im Sozialamt, die Organisierung der beiden Fachforen in diesem Jahr, die Abstimmungen und Planungen mit Freien Trägern und sonstigen Partnern, welche die Stadt bei der Erfüllung der Pflichtaufgabe zur Verhinderung von Obdachlosigkeit unterstützen. Außerdem geht es um die Prüfung der medizinischen Versorgung in den Notunterbringungseinrichtungen und als Erweiterung des Angebots des Hilfebusses.

Eine besondere Herausforderung wird die Erarbeitung eines „Leipziger Housing-First-Konzeptes“ sein. So ist es unser Anspruch, sich nicht nur durch Bereitstellung einer Wohnung des Problems der Wohnungslosigkeit zu entledigen, sondern das selbstbestimmte Wohnen durch soziale Begleitung und Hilfen bei Bedarf auch langfristig zu sichern. Nur so kann Betroffenen, welche noch nicht die üblichen Voraussetzungen bei der Wohnungssuche erfüllen, geholfen werden. Dafür ist neben der Stadtverwaltung und den Freien Trägern zwingend auch die aktive Mitwirkung der Wohnungsvermieter Voraussetzung.


         Die Fraktion im Amtsblatt