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Siegfried Schlegel

Rechthaberei zu Lasten der Sicherheit würde der Stadt so viel wie 600 Kita-Plätze kosten

Zu den von der Stadt vorgestellten Kosten für die beiden Trassen für den Pleißemühlgraben an der Hauptfeuerwache und der IHK erklärt Siegfried Schlegel, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der Linksfraktion, dass die aus Rechthaberei geforderte Innenhoftrasse zusätzlichen Baukosten in Höhe von 12,5 Mio. Euro Mehrkosten verursachen würde. Für das Geld könnten 600 bis 700 Plätze in Kindertagesstätten gebaut werden. Dabei sind sich Verwaltung, Stadtrat und Stadtgesellschaft einig, dass der Pleißemühlgraben zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Goerdelerring in Offenlage gebaut werden soll. Diese Vernunftsvariante kostet allein schon 18,5 Mio. Euro, was vergleichsweise 900 Kita-Plätzen entspricht.

Praktisch gesehen würde die vom Verein Neue Ufer geforderte Hoftrasse auch einen von der LWB angedachten vom Verkehrslärm geschütze Kita-Bau in Frage stellen und es müssten zahlreiche Bäume auf dem IHK-Hof verschwinden. Da auf der Straßenseite des Ranstädter Steinwegs der freigelegte Elstermühlgraben verläuft, gebe es für die LWB-Mieter fast keine Grünflächen, wenn große Teile der Hofflächen in Anspruch genommen werden. Auch ein Hochhaus am Gördelerring mit Flussunterquerung wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich.

Neben der Erlebbarkeit einer großzügigen Flusstrasse könnten am Gördelerring auch straßenbegleitend ein Fuß- und ein Radweg entstehen. Überlebensnotwendig für Patienten sind auch der Hubschrauberlandeplatz, Abstellgaragenplätze für Spezialrettungsfahrzeuge sowie ein Spezialmobildrehkran und Werkstätten in zentraler Lage, um die gesetzlich geforderten kurzen Eingriffzeiten im gesamten Stadtgebiet zu sichern. Außerdem ist die Hauptfeuerwehrwache  Standort für die für Mitte benötigten Feuerwehrlöschfahrzeuge. Auf Grund der Entfernung können diese Aufgaben nicht in das randstädtische Feuerwehrtechnische Zentrum mit integrierter Rettungsleitstelle in Großzschocher verlegt werden. Im Gegensatz zu anderen inzwischen freigelegten Flussläufen können sich auch ältere Leipziger an diesen historischen Verlauf kaum erinnern, weil außer den Nachbarn kaum jemand durch diesen Innenhof lief.          

 


         Die Fraktion im Amtsblatt