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Michael Neuhaus

Parkstadt statt Dösen – für eine ökologische und soziale Bebauung

In der Ratsversammlung am 20.05.2020 wird über den Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Bebauungsplan für die Parkstadt Dösen abgestimmt. Im Antrag fordert DIE LINKE die Reduzierung der Stellplätze zugunsten einer besseren ÖPNV-Anbindung, eine Erhöhung des sozialen Wohnungsbaus auf 30%, den freiwilligen Ausgleich aller zu fällenden Bäume auf Kosten des Investors sowie ein umfassendes Artenschutzkonzept.

Dazu erklärt Michael Neuhaus, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion:

„Das Gebiet in Dösen ist aus historischer und ökologischer Sicht etwas Besonderes. Das betonen auch die Anwohner*innen immer wieder, von denen viele die Natur der Parkstadt beim täglichen Spaziergang genießen. 

Bei der Bebauung ist es deshalb wichtig, dass die Tier- und Pflanzenarten durch ein Artenschutzkonzept erhalten bleiben und alle Bäume - auch die, die zur Verkehrssicherung gefällt werden - ersetzt werden müssen. Die Kosten dafür dürfen jedoch nicht wie so oft auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Es gilt: Wer den Schaden verursacht, muss zahlen.“ 

Auch die angepriesenen 10% Sozialwohnungen und der Verzicht auf eine Umzäunung reichen bei weitem nicht aus, um zu verhindern, dass aus einem Quartier mit hochpreisigen Wohnungen, einer Kita, einem Supermarkt und einer großen Grünfläche in der Mitte ein eingeschlossener Wohnkomplex wird.

„Es gilt außerdem dafür zu sorgen, dass aus der Parkstadt keine Parkplatzstadt wird. In der Debatte heißt es, dass wir die Autos und Parkplätze brauchen, weil der ÖPNV so schlecht ist. Beim Thema ÖPNV wird gesagt, dass sich ein Ausbau nicht lohnt, weil die Fahrgäste fehlen. Hier beißt sich Katze in den Schwanz. Die Ziele der Leipziger Mobilitätstrategie, des Luftreinhalteplans und des Klima- und Energieprogramms werden nur zu erreichen sein, wenn wir die Zahl der Autos reduzieren und eine klimafreundliche Mobilität für Alle entwickeln.

Die Stadt muss hier dringend nachverhandeln, wenn Sozialgerechtigkeit und ökologisches Bewusstsein nicht nur zum moralischen Ablasshandel für Besserverdiener*innen werden sollen. Ein Investor, der sich damit schmückt, ökologisch und sozial zu sein, sollte hiermit kein Problem haben.“


         Die Fraktion im Amtsblatt