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Juliane Nagel

LINKE fordern mehr kostenfreien Zugang zu öffentlichen Toiletten in Leipzig

Es wird viel geredet und geschimpft über die unbefriedigende Situation am Hauptbahnhof in Leipzig oder über Orte wie den Lindenauer Markt, an denen ein offensichtlich drängendes sanitäres Problem vorliegt. Der Mangel an Toiletten lässt sich mancherorts schon am Uringestank erahnen, so Marco Böhme, der ein Landtagsbüro in der Nähe des Lindenauer Markts betreibt und hier ein kostenfreies öffentliches Angebot fordert.

Der öffentliche Raum gehört dem Leben und den Menschen, ob arm oder reich, dies gilt auch für Problemzonen wie an Bahnhöfen und zentralen Plätzen, meint Juliane Nagel. „Trotzdem kann auch ich nicht die schwierige Situation, die für verschiedene Nutzergruppen mancherorts vorhanden ist, ignorieren. Es gibt hier gar nichts zu beschönigen, am Hauptbahnhof in Leipzig ist die Situation für alle Seiten oftmals unzumutbar“, so Nagel weiter. Vor Ort „stinkt es“ der Verkäuferin, die dort täglich arbeiten muss, dem Pendler, wie den Punks oder Wohnungslosen, die sich dort aufhalten. Ein Euro pro Toilettengang sind m. E. nicht gerade förderlich, um das Urinproblem am Bahnhof in den Griff zu bekommen, kritisiert Nagel. Deshalb hat die Linksfraktion einen Antrag an den Stadtrat vorbereitet, der sich mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation am Hauptbahnhof befasst (siehe: ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp. Es braucht u.a. einen kostenfreien Zugang zu öffentlichen Sanitäranlagen um einen Ansatz für die Verbesserung der Situation zu ermöglichen.

Nagel stellte bei einem privaten Besuch im Hamburg fest, dass die Stadtreinigung dort rund 125 öffentliche Toiletten übernommen hat und diese zu Hightech-WC zu 200.000 Euro pro WC umrüstet – so am Bahnhof Sternschanze, wo die Urinale kostenfrei nutzbar seien. 

Nagel und Böhme freuen sich zwar, dass ein Antrag des Seniorenbeirates zur „Erarbeitung eines Toilettenkonzeptes“ für die Stadt im Oktober in der Ratsversammlung bestätigt wurde, glauben jedoch, es braucht eine starke und explizite Forderung nach kostenfreien öffentlichen sanitären Anlagen an ausgewählten öffentlichen Orten der Stadt. Die kostenfreien WC‘s braucht es als Ergänzung zu den Kunden-Toiletten in Einkaufmeilen und kommerziellen Einrichtungen, um einen Ansatz und Impuls für die Verbesserung der Situation in problembehafteten öffentlichen Räumen zu geben.


         Die Fraktion im Amtsblatt