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Reiner Engelmann

Parkhaus am Zoo: Eine schwierige Vorlage, aber nicht abweisbar

Zuerst muss man sagen, dass die Bauten von Gondwanaland und Kongresshalle vor allem nach außen gerichtet sind. Hier wird eine wesentliche Tradition Leipzigs aufgenommen, Menschen nach Leipzig einzuladen, hier geschäftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig ausreichend Entspannung in unserer Stadt zu finden.
Dazu gehört selbstverständlich eine funktionierende Infrastruktur.
Auch wenn bei vielen innerbetrieblichen Veranstaltungen und Kongressen eine Anreise mit dem Zug erwartet wird, gibt es eine solche Vorgabe für öffentliche Veranstaltungen und Kongresse nicht. Und um es allen deutlicher zu machen: Das eine ist pflichtig, das andere ist freiwillig. Zu dem einen muss man kommen, bei der anderen bewirbt man den Kommenden. Und wer in den Zoo kommt, der kommt zu 99,9% freiwillig.
Betrachtet man die Anreise zum Zoo, müssen man feststellen, dass diese fast ausschließlich in das Benehmen der Anreisenden gestellt ist.
Wer Augen hat, zu sehen, und wer Ohren hat, zu hören, wird erkennen, dass die Mittel, die Gäste zur ökologisch vertretbaren Anreise zu bewegen, sehr gering sind. Ein wesentliches Mittel könnte hier das Kombiticket sein. Leider erkennt meine Fraktion hier kein ausreichendes Engagement bei der Stadt und beim Zoo, dies auch wirklich anzubieten. Konzeptionell ist hier wenig geschehen, der Zoo zieht sich nach meiner Meinung auf die Position „ich biete ein Event im Inneren“ um das Äußere muss sich die Stadt kümmern. Inzwischen hat der Zoo ein wenig zurückgerudert und will doch mehr auf den ÖPNV setzen.
Und schon sind wir beim Dilemma angekommen, denn signifikante Absteuerungen, was die Parkplatzsituation betrifft, sind in keiner Vorlage zu erkennen.
Übrigens findet man auch keine Aussagen zur Stellplatzablösegebühren.
Letztlich regiert hier die Macht des Faktischen. An dem Parkhaus führt kein Weg vorbei und die Verantwortung dafür hat die Stadt Leipzig.

Was Finanzierung betrifft, komme ich mit inzwischen wie auf dem Zerbster Pferdemarkt. Jeder macht einen Vorschlag, egal ob es klappt ob es möglich ist,  einer formuliert Nebenbedingungen, der nächste will es fremd finanzieren usw.

Offensichtlich haben die Kollegen von der SPD die Realisierungschancen geprüft und sie wollen den Anteil der Stadt um 500.00 € senken, dafür die Schulden des Zoos um 500.000 erhöhen. Wir werden dem zustimmen. Aber was der Stadtrat dem Zoo zumutet ist eigentlich unverschämt. Er muss Gondwanaland schultern, die Kongresshalle mit vielen Millionen aufhübschen und übernimmt nun auch diese Aufgaben der Stadt. Das Risiko, das der Zoo hier verantwortet, fordert Respekt.

Dem Antrag von Herrn Schlegel werden wir zustimmen. Es müssen die Radfahrer und Fußgänger geschützt werden. Dafür ist die Verwaltung gefordert.

Wie gesagt eine schwierige Vorlage, aber nicht abweisbar.


Presse


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