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Beate Ehms

Organspender sind Lebensretter

Uns erreichte eine Petition von Herrn André Paul. Gewünscht wird eine „(größere) plastische Darstellung (vor dem Neuen Rathaus) zum Thema Organspende“.

Wer die Debatten im Januar dieses Jahres zur Neuregelung der Organtransplantation verfolgt hat, weiß, wie emotional diese Thema diskutiert wird. Im Bundestag wurde die sogenannte Entscheidungslösung mehrheitlich angenommen – in fraktionsoffener namentlicher Abstimmung.

Aber zurück zu unserem kleinen und feinen Petitionsausschuss.

Wir haben uns mehrfach intensiv mit dem Thema befasst und wie üblich die Meinung der Verwaltung erfragt. Die Debatte war auch bei uns, obwohl es nur um eine Art Denkmal geht, von verschiedenartigen Bedenken geprägt. Letztendlich haben wir mit großer Mehrheit der folgenden Formulierung zugestimmt:

Die Stadt wird im öffentlichen Raum einen Ort des Gedenkens zum Thema Organspende installieren. Sie wird einen Ort finden und ein Verfahren entwickeln, um eine künstlerische Darstellung umzusetzen. In das Verfahren ist das Sachverständigenforum "Kunst im öffentlichen Raum" und das "Netzwerk Spenderfamilien für Angehörige und Freunde von Organspendern“ einzubeziehen.

Allen, die jetzt in erster Linie an die Kosten denken, kann gesagt werden, dass das „Netzwerk Spenderfamilien“ „sehr gute Chancen für eine gemeinsame Spendenaktion“ sieht.

In Leipzig werden seit 25 Jahren am Universitätsklinkum erfolgreich Transplantationen durchgeführt. Auch in Coronazeiten wird transplantiert: 9 Lebern, 10 Nieren, 1 Bauchspeicheldrüse (März bis Mai). Aktuell warten 273 Patient*innen auf ein Spenderorgan. Bundesweit werden derzeit ca. 9.200 Organe benötigt.

Insgesamt ist festzustellen: Kein Mensch hat etwas gegen eine Organspende. Wir würden sie alle nehmen – wenn sie unser Leben rettet oder entscheidend erleichtert. Umgekehrt sieht es anders aus. Aber darum geht es hier gar nicht. Das ist nicht die Ebene der Kommunalpolitik.

Horst Seehofer sagte anlässlich des Tags der Organspende am 6. Juni „Im besten Fall führt die intensive Auseinandersetzung zu einer Entscheidung für eine Organspende“.

Einen öffentlichen Gedenkort, vielleicht im Friedenspark, zu schaffen, bedeutet, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen...

Und ein solcher Gedenkort ist auch wichtig für Angehörige, die sich oft schämen, zu sagen, dass sie  Angehörige von verstorbenen Organspendern sind.

Und ein solcher Gedenkort ist auch wichtig für Empfänger*innen von Spenderorganen. Sie möchten einen Ort finden, um DANKE zu sagen.

Organspender sind Lebensretter. Ihrer soll gedacht werden.

Wir bitten um Ihre Zustimmung.

 

Rede zur Petition P 00931  "Errichtung eines Denkmals zum Thema Organspende"


Presse


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