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Thomas Kumbernuß

Mit dem Ankauf des Kohlrabizirkus' profitiert die Stadt auf kultureller, sportlicher und wissenschaftlicher Ebene!

Sehr geehrte Stadträtinnen, Bürgermeisterinnen, Pressevertreterinnen und Zuschauerinnen hier und im Livestream!

 

Vor vielen Jahren stand die Stadt Leipzig bereits vor der Entscheidung, den Kohlrabizirkus zu kaufen. Es war wohl damals entscheidend billiger, als mutmaßliche Gründe für den Nichterwerb werden abwechselnd Schlafmützigkeit seitens der Stadt ins Spiel gebracht, andere Quellen sprechen von klammen Kassen, wieder andere von den damaligen Mehrheiten im Stadtrat. Geschenkt, alle Begründungen haben eines gemeinsam: Es spielt heute keine Rolle mehr!

Ja, die heutige Eigentümerin hat den Kohlrabizirkus für einen Bruchteil der heute im Raum und damit zur Abstimmung stehenden Summe erworben, allerdings musste die Vicus Group AG auch einen siebenstelligen Betrag investieren, um das Gebäude nutzbar zu machen und zu halten. Auch das gehört zur Wahrheit, und dieser Punkt wird häufig vernachlässigt!

12,5 Millionen Euro sind eine gewaltige Summe, ohne Zweifel, was aber bringt es der Stadt Leipzig? Und was passiert, wenn wir wiederholt die Chance nicht nutzen?

Das Institut für Zukunft gilt als einer der renommiertesten und progressivsten Clubs in ganz Deutschland, der zudem viel Wert aus Diversität und Awereness legt. Mit dem Erwerb des Kohlrabizirkusses und der langfristigen Vermietung/Verpachtung seitens der Stadt stünde die Zukunft des IfZ auf einem soliden Fundament, langfristige Modernisierungen beispielsweise für Schallschutz könnten erfolgen. Bei Nichterwerb würde ein ähnliches Fiasko drohen wie momentan bei der Distillery und dem TV-Club, da sich der Kohlrabizirkus zum Spekulationsobjekt entwickeln würde. Für die Distillery selbst und TV-Club böte sich durch den Erwerb der Immoblie eine Interimslösung an, da dort für beide Clubs vorübergehend ein Spielbetrieb möglich wäre, bevor sie später ins Gleisdreieck ziehen könnten.

Bei der kulturellen Nutzung könnte diese Immobilie jedoch nicht nur ein Ort für Clubs sein, der Kohlrabizirkus bietet zudem genug Platz unter anderem für weitere Proberäume und Ateliers sowie für Ausstellungsflächen. Mit Blick auf die Stadtentwicklung würde sich mit dem Erwerb das Areal zu einem Hotspot für Kreativ- und Kulturbetriebe entwickeln mit den beiden Leuchttürmen Kohlrabizirkus und Gleisdreieck.

Doch nicht nur für den Kulturbetrieb bietet der Kohlrabizirkus langfristige Perspektiven, sondern auch für den Sportbetrieb. Die EXA Icefighters, momentan in der Eishockey-Oberliga, hätten endlich langfristig Planungssicherheit. Die provisorischen Stahlrohrtribünen könnten einer dauerhaften Konstruktion weichen, die auch den Ansprüchen mindestens der 2. Liga genügen. Betrachtet man die verkehrsgünstige Anbindung des Kohlrabizirkusses sowohl für den motorisierten Individualverkehr als auch vor allem für den ÖPNV, könnte hier mittelfristig ein neuer Publikumsmagnet für Eishockey-Freund:innen entstehen.

Doch nicht nur der Profisport würde vom Erwerb profitieren, auch der Breitensport. Leipzig fehlt momentan eine dauerhaft nutzbare Eissporthalle! Was sich zuerst wie ein schlechter Witz anhört, ist leider bittere Realität. Wer gerne Eissport betreiben möchte, wird in Leipzig nicht wirklich glücklich. Wer ganzjährig ungelenk seinen Hintern auf kühlendes Eis platzieren möchte, ist gezwungen, dies in anderen Städten zu tun. An Attraktivität gewänne zudem der Wissenschaftsstandort Leipzig, bietet doch der Erwerb des Kohlrabizirkusses samt angrenzendem Areal auch die Möglichkeit der Erweiterung des BIO CITY Campus an der Alten Messe.

Werte Stadträt:innen, ja, zwölfeinhalb Millionen sind eine Menge Holz. Zur Ertüchtigung wird zudem noch etwas Geld in die Hand genommen werden müssen, die grundlegende Bausubstanz (u.a. Kuppeln) und deren langfristigen Stabilität wird jedoch keine riesigen Investitionen in den nächsten 25 Jahren durch die Stadt erfordern. Die Möglichkeit einer langfristigen kulturellen, sportlichen und wissenschaftlichen Nutzung wiegen dies um ein Vielfaches auf. Die Stadt Leipzig, insbesondere der in naher Zukunft neu entstehende Stadtraum Bayerischer Bahnhof in unmittelbarer Nähe, gewänne durch den Erwerb der Immobilie ungemein an Attraktivität. Ich bitte um Zustimmung sowohl zur Vorlage als auch zum gemeinsamen Änderungsantrag von Christopher Zenker und mir ebenso wie dem der geschätzten Kollegen Steffen Wehmann und Frank Tornau. Sollten beide Änderungsanträge eine Mehrheit finden, sollte Ihnen die Zustimmung zur Beschlussvorlage der Verwaltung nicht schwerfallen.

Vielen Dank!


Presse


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