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Marco Götze

Klare Priorität auf Jugend, Schule und Bildung legen

Leipzig hat viel für Schulbibliotheken und Leseräume an Leipziger Schulen getan. Leipzig hat viel mehr Mittel und Energie in dieses Feld gesteckt als es seine Zuständigkeit gebietet.

Die es eigentlich müssten vernachlässigten es sträflich, wir sind hier für ein Industrieland auf einem peinlichen Gesamtniveau, ich meine in Sachsen. Leipzig sah die Notwendigkeit die Schulbibliotheken und Leseräume zu unterstützen und zu fördern. Diese Einrichtungen gehören in hoher Qualität und mit qualifiziertem Personal eigentlich an jede Schule.

Da sind wir leider noch lange nicht. Dieser Raum ist für Schulen unerlässliche Hilfe. Er ist weit mehr als ein Medienausleih- und Aufenthaltsraum. Er ist auch ein sozialer Raum, ein Ruhepol, ein Raum für Recherche und Gruppenarbeit, die besseren Bibliotheken gar Archiv für schulintern entstandene Schriften und Arbeiten und mithin für jede Schulidentität etwas Wichtiges.

Wichtiges Instrument unserer Förderung der Bibliotheken und Leseräume ist die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle. Diese ist mit 4 Stellen bei rund 80 Einrichtungen in ihrer Kapazität sehr begrenzt.

4 Stellen für Beschaffungsfragen, Qualifikation, Koordination, Evaluation für eine derartige Zahl. Das ist natürlich wenig. Aus diesem Grund können wir verstehen, dass es in der Vorlage noch nicht im von uns gewünschten Maß gelungen ist, neben quantitativen auch qualitative Aspekte der Einrichtungen darzustellen wie zum Beispiel aufgeschlüsselt die Inhalte von späteren Qualifikationsmaßnahmen der Beschäftigten oder Grad der schulspezifischen Ausrichtung zu evaluieren.

Gleichwohl ist es notwendig und für zukünftige Fortschreibungen unabdingbar. Denn die Einrichtungen sind umfeldbedingt von unterschiedlichster Ausstattung und Qualität, was wiederum verschiedene zu beleuchtende Ursachen hat.  Das trifft die Medienausstattung, die Größe, die digitale Ausstattung, die Einrichtung des Raumes, die Öffnungszeiten etc. etc. Hauptsächlich hängt die Güte aber auch vom Personal in den Einrichtungen ab.

Wenn keiner die Bibliothek aufmacht, betreibt und betreut, dann kann man es vergessen. Wenn sozial gerechte Bildung einen größeren Stellenwert hätte, dann gäbe es im Freistaat eine auskömmliche Finanzierung von Schulbibliotheken mit unbefristetem qualifiziertem Personal. Es ist ja nur ein Traum. Aber leider bin ich wach.

Leipzig versuchte die personelle Anforderung zu kompensieren. Die an sich gute Idee, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, KEE und weiteres, für die Schulbibliotheken und Leseräume nutzbar zu machen, hat mehrere Haken. Wir haben damit das grundsätzliche Problem, dass ein Großteil des jetzigen Personals nicht kontinuierlich in den Leseräumen und Schulbibliotheken arbeiten kann, weil die Maßnahmen befristet sind. So können Sie in der Anlage sehen, wann die Tätigkeiten vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulbibliotheken und Leseräumen enden und das ist bald.

Sehr viele der derzeit tätigen Beschäftigten in Schulbibliotheken und Leseräumen der Schulen der Stadt Leipzig haben sich über Jahre in ihre Tätigkeit eingearbeitet und wurden durch die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle betreut und qualifiziert. Zum einen sollte das Wissen und Können dieser Personen nach jeder erdenklichen Weise für die Schulbibliotheken und Leseräume erhalten werden.

Zugleich sollte diesen Beschäftigten wo immer und soweit es möglich ist, eine Bleibeperspektive geboten werden. Es ist bekannt, dass sich die Stadt Leipzig auch in der Vergangenheit darum bemüht hat, die Beschäftigten zu halten. Dennoch wäre das Bekenntnis zum Bemühen diese Beschäftigten zu halten durch den Stadtrat ein wichtiges Signal.

Daher unser Änderungsantrag Punkt 2.

Zum anderen steht aus bundes- und landespolitischer Sicht nur deren Qualifikation für den ersten Arbeitsmarkt im Vordergrund. Aus Sicht der Schulbibliotheken und Leseräume geht es aber auch um den Verlust wichtiger, ins Schulleben unterdessen integrierter Personen und Wissensträger. Nicht wenige haben sogar Innovatives für die Bibliotheken und mithin für die Schule geleistet und sind eine bekannte Ansprechperson für Schülerinnen und Schule. Zu deren Qualifikation, Koordination und ist mehr Personal der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle erforderlich.

Dies ist in der Vorlage eindeutig bezeichnet. Es steht zu befürchten, dass der Personalaufwuchs im der nächsten Haushaltsbeschluss eingespart werden soll.

Daher unser Änderungsantrag in Punkt 2. Wir wissen ja nun, dass hier heute Beschlossenes kein Automatismus für den Haushalt bedeutet. Entsprechende Haushaltsanträge werden folgen.

Dort wird es dann ernst. Die Anliegen der SPD für die neuen Schulen und zur Stärkung der digitalen Medien teilen wir. Es gilt, klare Priorität auf Jugend, Schule und Bildung zu legen.

Rede zur Drucksache DS 01409 "Schulbibliotheken und Leseräume - Entwicklungskonzept für die Jahre 2021 und 2022".


Presse


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