Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Mandy Gehrt

In Leipzig gibt es keine kommunale Richtlinie für Kunst am Bau!

In Leipzig gibt es keine kommunale Richtlinie für Kunst am Bau bei kommunalen Bauvorhaben und auch keine Strategie für Kunst im öffentlichen Raum.
Es existiert lediglich die „Durchführungsbestimmung Kunst im öffentlichen Raum“, die allerdings keine wirkliche Entscheidungsgrundlage über Vorhaben in einem gesamt städtischen Kontext darstellt.
Es gibt in Leipzig auch ein Sachverständigenforum für Kunst im öffentlichen Raum, das die Stadt berät, es beschäftigt sich laut neuer Satzung aber nicht mehr mit Kunst am Bau, da schlicht weg kaum noch Kunst am Bau bei kommunale Bauvorhaben in Leipzig realisiert wird (das letzte wurde im Zuge der Sanierung des Ankers 2014 ausgeschrieben).

Dieser Kreis von Expert_innen (dem ich seit geraumer Zeit als Vertreterin der FAK angehöre) beklagt sich also nicht zu Unrecht, dass er immer nur reagieren und kaum agieren kann. Auch Leipziger Künstler_innen und Verbände beklagen seit Jahren, dass es keine Richtlinie für Kunst am Bau in Leipzig gibt und nur sehr selten ein Budget.

In Leipzig befinden sich viele neue Bauvorhaben in Planung, darunter zahlreiche Schulen. Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum würden die Ausstrahlung dieser Bauvorhaben verstärken und auch für regionalen Künstler_innen ein Betätigungsfeld schaffen.
In Dresden gibt es bereits seit 1994 eine Richtlinie über Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau, die sich an der Bundesrichtlinie und der des Freistaates orientiert. Auf deren Grundlage wurden in 2016 Wettbewerbe für drei Schulbauvorhaben in Dresden durchgeführt.

Worauf warten wir also noch in Leipzig?

Der Freistaat Sachsen hat die Anwendung der Bundesrichtlinie in seiner Richtlinie für die Planung und Ausführung von Bauvorhaben des Freistaates Sachsen festgelegt. Darin steht:  „Es gehört zu den Aufgaben des Freistaates, die zeitgenössische bildende Kunst zu fördern. Daher werden bei Großen Baumaßnahmen in der Regel Leistungen an bildende Künstler vergeben“ Weiter ist dort zu lesen: „ Die für Kunst am Bau verfügbaren Mittel werden im Regelfall auf der Grundlage der Bauwertkosten ermittelt.“ Der prozentuale Anteil von Mittel für Kunst am Bau beträgt zwischen 0,4 und 2% der Bauwertkosten.

Wir fordern in unserem Antrag heute noch keinen festgelegten Prozentsatz für Kunst am Bau in Leipzig, aber wir fordern, dass in einem partizipativen Verfahren eine Richtlinie für Kunst am Bau bei kommunalen Bauvorhaben erarbeitet wird, die sich an der Bundes und Landesrichtlinie orientiert! Und wir fordern eine Strategie für Kunst im öffentl. Raum, die den gesamtstädtischen Kontext betrachtet, um auf dieser Grundlage auch bei Anfragen an das Sachverständigenforum besser entscheiden bzw. steuern zu können und als Kommune selbst tätig zu werden.

Ich bitte Sie deshalb innstendig ,auch im Namen der Leipziger Künstler_innen, unserem Antrag zuzustimmen. Mit Ihrer Zustimmung zum Antrag können Sie uns heute einen Meilenstein vorranbringen und erweisen der Kunst und den Künstler_innen in Leipzig einen riesengroßen Dienst.

Der Verwaltungsstandpunkt ist unzureichend und deswegen abzulehnen, da dieser nicht die Erarbeitung einer Richtlinie vorsieht, sondern lediglich die eines Kriterienkatalogs.

Rede zum Antrag der Fraktion DIE LINKE A 02989 „Umsetzung von Kunst am Bau bei kommunalen Bauvorhaben und im öffentlichen Raum“. Dem Antrag wurde zugestimmt.


Presse


Siegfried Schlegel

Werner Heiduczek hat sich vielfältige Verdienste um Leipzig erworben

Bereits 1969 lernte Stadtrat Siegfried Schlegel den Schriftsteller Werner Heiduczek  persönlich kennen. Schlegels Eltern arbeiteten damals wie auch zeitweilig Werner Heiduczek als Dozent für Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1969 fand im Spätsommer ein Internationaler Deutschlehrerkongress in Leipzig... Weiterlesen