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Siegfried Schlegel

Leipzig wird auch durch vielfältige Werbung geprägt

Werbung, insbesondere Leuchtwerbung, gehört seit Jahrzehnten untrennbar zum Stadtbild. Schließlich hat Leipzig den Anspruch, eine attraktive Messe-, Kultur- oder Kongressstadt mit internationalem Flair zu sein. Allein was die Stadt- und Gebäudeillumination angeht, spielt Leipzig in der Weltliga der Großstädte mit und gehört seit Jahren der internationalen Vereinigung LUCI (Lighting Urban Community International) an, deren Anliegen es ist, durch eine attraktive Beleuchtung der Freiräume und Gebäude die Städte attraktiver zu machen. Gleichzeitig soll aber auch „Lichtverschmutzung“, insbesondere in Grünzügen und Parks, vermieden werden. Leuchtreklame oder Gebäudeilluminationen sollen auch aus Energiespargründen und als gewollter Teil der Attraktivität der Freiräume und Gebäude mit der Stadtbeleuchtung abgestimmt sein. Sie sind auch geeignet, das Sicherheitsempfinden zu erhöhen.  Weltoffen hat Leipzig eine jahrzehntelange Tradition, auch bei Werbeanlagen, und war modernen Technologien sehr aufgeschlossen. Das führte dazu, dass eine Anzahl von Werbeflächen sowie Leuchtwerbung aus zurück liegenden Jahrzehnten einen Denkmalschutzstatus erhielt. Mit dem rotierenden beleuchteten Doppel-M verfügt das Wohnhochhaus Wintergartenstraße sogar über ein Alleinstellungsmerkmal und lässt sich so von vielen Hochhäusern auch in anderen Städten unterscheiden.  Mit Werbeflächen wurden oftmals auch Baulücken oder Ruinen verkleidet, deren Fassaden für einen Wiederaufbau genutzt werden sollten, wie am Städtischen Kaufhaus mit einer der größten Werbeflächen europaweit. Legendär ist auch das Nachrichtenleuchtband auf dem Park-Hotel.

In den 1990-er Jahren trat die Präsenz von Werbeanlagen deutlich zurück und der Planungsausschuss stellte wiederholt die Frage: „Darf es auch ein bisschen mehr sein?“ Der gleiche Ausschuss zeigte sich auch der ersten Screen-Werbeanlage im öffentlichen Raum in Leipzig an der Einmündung Gerberstraße in Richtung Hauptbahnhof aufgeschlossen. Er machte aber zur Bedingung, dass diese nicht die Verkehrsteilnehmer am Knoten Tröndlinring / Gerberstraße ablenken darf und sich hinsichtlich der Größe auch nicht aufdrängen sollte. Deshalb gab es  Debatten um eine Screen-Werbeanlage an den Brühl`schen Höfen in direkter Blickrichtung der zentrumseinwärtigen Fahrbahn in der Gerberstraße. Geradezu lächerlich war hingegen der jahrelange Streit gegen die in der Baugenehmigung festgeschriebe Wiederaufstellung der Werbeschriften „Mein Leipzig lob ich mir“ und das mehrsprachige „Willkommen in Leipzig“, die vor allem durch die Hartnäckigkeit des Stadtrates nunmehr wieder erstrahlt. Trotzdem sollte wie bereits in den  zurückliegenden Jahren hinsichtlich der Größe sorgsam mit Leucht- und Werbeflächen umgegangen wurde, damit auch an rekonstruierten und neugebauten Gebäuden die Architekturqualität der Fassaden in ganzer Pracht erlebbar sein soll.

 In früheren Jahren war der Planungs- bzw. Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau bei der Außengestaltung wichtiger Bauvorhaben, einschließlich beleuchteter und unbeleuchteter Werbung, regelmäßig einbezogen.

Wie auch im Verwaltungsstandpunkt dargestellt, gibt es solche allgemeinverbindlichen Festsetzungen bisher nur durch die Gestaltungssatzung von 1991 als örtliche Bauvorschrift für das Leipziger Stadtzentrum – historische Altstadt.

Wir werden den Verwaltungsstandpunkt übernehmen und zur Abstimmung stellen, wonach der Oberbürgermeister beauftragt wird, einen Vorschlag für örtliche Bauvorschriften durch Bebauungsplan oder andere Satzungen nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs vorzulegen, sobald und soweit es der besondere Schutz und die Gestaltung des Ortsbildes eines bestimmten Stadtraums erfordern.

Auf diese Weise kann für einzelne Stadtteile oder Magistralen spezifischer, auch auf stadträumlichen Gegebenheiten und Dimensionen, eingegangen werden.            

Rede zum Antrag VI-A-06219 der Fraktion DIE LINKE  „Werbungs- und Gestaltungssatzungen".
 


Presse


Franziska Riekewald und Siegfried Schlegel

Keine Baustopps für komplexe Straßensanierungen

Mit Unverständnis und Empörung reagieren Stadträtin Franziska Riekewald und Stadtrat Siegfried Schlegel von der Fraktion DIE LINKE als verkehrs- bzw. baupolitische Sprecher auf die Weigerung des Freistaates, einen „förderunschädlichen Baubeginn“ für die komplexe Sanierung der Rosa-Luxemburg-Straße zu genehmigen. Für sie sollen rund 1,8 Millionen... Weiterlesen