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Siegfried Schlegel

Beim neuen Standort des Naturkundemuseums sind Bauherren- und Baufachämter sowie Liegenschaftsamt gefragt

Aus den bisherigen Standortentscheidungen sind verschiedene Schlussfolgerungen zu ziehen. So sollten möglichst keine Pacht- bzw. Mietverträge eingegangen werden, bei denen für die Vermieter die Einnahmen gesichert werden, finanzielle Risiken aber die Stadt zu tragen hat, diese also sozialisiert werden.  Wenn eine Anmietung  unvermeidbar erscheint sind erst Recht in Bestandsgebäuden  intensive bauliche Untersuchungen zu tätigen, vor allem dann, wenn die Stadt selbst Bauleistungen vornimmt und nicht nur Ausstattungen erfolgen. Außerdem ist für den Standort mit vorhandenen Straßenbahn- bzw. Busanbindung in vorzugsweiser zentraler Lage maßgebend mit zumutbaren Entfernungen zu den Haltestellen. Das Naturkundemuseum soll künftig wieder nicht nur Freizeitort für alle Generationen und Familien, sondern wieder stärker auch Bildungsstandort sowie Aufbewahrungsort von  teilweise einmaligen Museumsstücken sein.

Bei der Nachnutzung von städtischen Gebäuden von besonderer baugeschichtlicher Bedeutung, die auf Grund des Denkmalsschutzes zu erhalten sind, haben die sich daraus ergebenden Mehrkosten den Charakter von sogenannten „Ohnehinkosten“. Gegenüber Neubauten wären kostendämpfend jedoch Hochbaukosten gegenzurechnen.  

Es ist geradezu deprimierend beim Naturkundemuseum nach über 5 Jahren wieder am Anfang zu stehen, nach dem auch die Linksfraktion wie andere Fraktionen vorher schon 15 Jahre für eine Zukunft des Naturkundemuseums gestritten hat. Zumal in den zurückliegenden Jahren ein tragfähiges und zukunftsgerichtetes Museumskonzept für das Naturkundemuseum erarbeitet wurde. Neben dem gleichartigen Museum für Vorgeschichte in Halle soll es ein wichtiges regionales Museum werden.

Trotzdem komme ich mir  beim Naturkundemuseum  in Halle 7 vor, wie beim Einkauf mit meiner Frau im Zentrum  - meine Frau will sich ein Kleid kaufen, nach Hause fahren wir aber mit einem Oberhemd für mich.  

Mit der bevorstehenden Eröffnung von Leipziger Tanztheater und Theater Lofft besteht die Hoffnung, dass wir den zeitgenössischen Tanz in unserer Stadt stärken. Der zunächst eigentümlich erscheinende Prüfvorschlag für die Nachnutzung des Stadtbades ist insofern reizvoll, als das Leben im Wasser entstanden ist,

Eine weitere Schwimmbadnutzung bedarf in den denkmalgeschützten Hallen bedarf, gravierender Eingriffe, um den heutigen Nutzungsanforderungen für Schwimmhallen gerecht zu werden. Bisher gab es für das Gebäude keinen Investor mit einem wirklich tragfähigen Nutzungskonzept. Mittlerweile soll entsprechend verschiedener  Stadtratsbeschlüsse kein Verkauf mehr stattfinden.

Auch gibt es Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Standort für einen Neuanbau, da sich Einwände des Finanzamtes bekanntermaßen gegen eine Hochgarage bezogen.  Deshalb stellen die Stadträte Franziska Riekewald und Siegfried Schlegel den Ergänzungsvorschlag, dass zeitnah und  ich betone ergebnisoffen unter Beachtung vielfältiger Rahmenbedingungen Grundstücke und Immobilien in städtischem Eigentum vorrangig in den zentrumsnahen Stadtteilen L01Zentrum-Ost bis L06 Zentrum-Nord untersucht werden. Dabei sollen die Fachausschüsse Kultur sowie Stadtentwicklung und Bau einbezogen werden.  Dabei sind im Besonderen zu erhaltende städtische Gebäude zu untersuchen, für die bisher keine nachhaltige Nutzung wegen besonderer Denkmalschutzanforderungen gefunden wurde, wie das Stadtbad oder der bisherige Standort Lortzingstraße.

Zu Recht erwartet der Stadtrat, dass bei den kommunalen Bauvorhaben die Bauherren- und die Baufachämter sowie städtische Genehmigungsbehörden eng zusammenarbeiten und auch der Museumsförderverein eingebunden wird.

Rede zum Änderungsantrag 3  VI-DS-6352 der Stadträtin Franziska Riekewald und Siegfried Schlegel Fraktion DIE LINKE „Naturkundemuseum Leipzig – Aufhebung  Standortentscheidung Halle 7" .
 


Presse


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