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Marco Götze

Seine Pionierleistungen für Leipzig sind bedeutend

Kein Jahrhundert hat das Gesicht unserer Stadt so geprägt wie das 19.

Keine Zeit hat die Stadt so rasant verändert wie das Zeitalter der Industrialisierung.

Mit all seinem Fortschritt, aber auch all seinen Schattenseiten.

Mit seinen antisozialen Auswüchsen der Ungleichheit und verachtender Versklavung der arbeitenden Menschen, aber auch mit dem Engagement vieler Persönlichkeiten, allen Versuchen der Lösung der Sozialen Frage, seinen wirtschaftlichen und technischen Visionen, seinem Glauben an eine Vorwärtsentwicklung im Sinne des Menschen.

Auch wenn heut nunmehr nur noch die Spuren des traditionellen Industriestandortes erahnen können, nein, gerade deshalb, weil wir sie nur noch erahnen können, gilt es jenes Zeitalter wieder verstärkt ins kollektive Gedächtnis zu rücken, in dem Leipzig noch eine ganz andere innovative Vorreiterrolle zukam als heute.

Dafür stehen auch Persönlichkeiten wie Carl Erdmann Heine.

Nun ist dieser sicherlich präsent mit Straßennamen, Schulnamen und dem Namen eines Kanals.

Doch dieser Persönlichkeit sollte mehr Beachtung zukommen, gerade wenn sich sein Geburtstag am 10. Januar bereits zum 200. Male jährt.

In der Antragsbegründung haben wir uns auf die Bedeutung Heines hingewiesen. Seine Pionierleistungen für Leipzig auf den Gebieten der Stadtentwicklung und der Industrialisierung, aber eben auch auf sozialem Gebiet sind so bedeutend, dass eine höhere Würdigung angebracht ist.

Heine war ein Vorreiter auf den Gebieten der infrastrukturellen Erschließung, gerade im Westen der Stadt, die ihm bezüglich seiner Konzeptionen viel zu verdanken hat. Brücken, Kanäle, Bahnanschlüsse, Gebietserschließungen. Doch auch seine Innovationen in seinen weiteren Unternehmungen wie der Lebensmittelindustrie spielen keine geringe Rolle. Heine war neben all diesen Aktivitäten zudem Stadtverordneter in Leipzig, Abgeordneter im Sächsischen Landtag und im Reichstag.

Nun ist es durchaus keine Ironie, dass wir als LINKE auch den Politiker Heine ehren möchten, der einzelne seiner Kämpfe um Wahlkreise ausgerechnet gegen August Bebel und Wilhelm Liebknecht verlor.

Erstens soll an bedeutende Ereignisse und prominente Persönlichkeiten erinnert werden, auch wenn sie nicht zwingend zu den eigenen politischen Vorfahren gezählt werden.

Das ist und bleibt unser Geschichtsverständnis.

Das fällt natürlich dennoch um so leichter, je vernünftiger sie auch als Vertreter ihrer Interessen Politik betrieben. Heine war zwar ein Politiker der Fortschrittspartei, aber einer, der sich intensiv mit sozialen Problemen befasste und zum Beispiel auch ein Befürworter einer Vermögenssteuer war.

Durchaus lobenswert. Natürlich möchte die CDU vorwiegend betont wissen, dass der Herr Heine ein Unternehmer war.

Das sei Ihnen ja auch gegönnt.

Clevere Unternehmer haben jedoch schon damals erkannt, dass der soziale Frieden nur dann zu sichern ist, wenn Eigentum verpflichtet und

man als Gewinner des Systems nicht allein von den Früchten des Fortschritts, die von sehr vielen und eben nicht allein von Unternehmern erarbeitet werden, profitiert.

Wir begrüßen es auch, dass die Stadt Leipzig, wie im Verwaltungsstandpunkt dargelegt, den Industriekultur Leipzig e.V. zur Vorbereitung und Durchführung der Verleihung des Carl- Heine Preises 2019 und dem Begleitprogramm zum „Carl-Heine Jahr 2019“ mit 5.000 Euro zu unterstützen beabsichtigt.


Rede zum Antrag der Fraktion DIE LINKE A 06314 "Würdigung von Carl (Karl) Erdmann Heine anlässlich seines 200. Geburtstages".


Presse


Margitta Hollick und Siegfried Schlegel

Anspruchsvolle Schulstandorte in Grünau und in der Ihmelsstraße

Für Stadträtin Margitta Hollick und Stadtrat Siegfried Schlegel der Fraktion DIE LINKE sind der bereits im Bau befindliche Campus im Grünauer Wohnkomplex 7 mit dem Max-Klinger-Gymnasium, 94. Ober- und Förderschule sowie der Campus Ihmelsstraße im Inneren Osten mit Gymnasium Oberschule und ebenfalls je zwei gestapelte 3-Feld-Sporthallen sowie... Weiterlesen