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Margitta Hollick

Auf dem Weg zur Inklusion

In der Ratsversammlung Dezember wird vermutlich der Teilhabeplan für Menschen mit Behinderungen auf der Tagesordnung stehen. Der Titel ist „ Auf dem Weg zur Inklusion“.
In Leipzig haben sich Menschen auf diesen Weg begeben und in Connewitz ein Wohnprojekt für junge Menschen mit körperlichen und geistigen Handycaps entwickelt.
Acht Wohneinheiten für Menschen mit Behinderungen, zwei Familienwohnungen und eine WG, in der acht chinesische Studenten wohnen, zeigen, dass gelebte Inklusion verwirklicht werden kann, dass Menschen mit Behinderungen auch selbstbestimmt leben können. Dieses Modellprojekt kann es ermöglichen.
Initiator des Projektes war eine Elterninitiative. Bauherr und zukünftiger Vermieter ist  eine gemeinnützige GmbH; die Denkmal sozial. Verpächter des Geländes ist die gemeinnützige Stiftung Nord-Süd-Brücken, die deutschlandweit aktiv ist.
Zu Beginn des Projektes gab es keine Fördermittel. Dazu kam, dass sich der Bau und die Sanierung stark verteuerten; also kurzum: Finanzierungschwierigkeiten.
Die Ursachen sind in der Begründung des Antrages aufgeführt.  Aber um es auch deutlich zu sagen, Inklusion kostet beim Wohnen oder in der Bildung, selbst bei Freizeitaktivitäten, Geld. Die Akteure waren sehr aktiv, um finanzielle Mittel zu akquirieren. Natürlich musste auch ein Kredit, der über die Mieten refinanziert wird, aufgenommen werden. 
100 T € Eigenmittel, 240 T € von der Aktion Mensch, wurden eingeworben, verschiedene Veranstaltungen wie z. B. ein Hoffest mit Spendenaufrufen und andere Aktivitäten fanden und finden statt. Trotzdem besteht eine Finanzierungslücke von 180 T €, um das Wohnprojekt erfolgreich zum Bauabschluss zu bringen. Deshalb ist dieser Antrag notwendig.  Unsere Fraktion hält es für wichtig, dass sich die Stadt mit in dieses Modellprojekt einbringt und hilft, es abzusichern. Damit leisten wir einen neuen, aktiven Betrag zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
Wenn sich die Stadt finanziell einbringt, kann sie sich auch dingliche Rechte sichern, was aus der Neufassung des Antrages folgt. Fakt ist, dieses Modellprojekt ist ein Beitrag zur Umsetzung des Teilhabeplanes. Gleichzeitig sammeln wir Erfahrungen im Hinblick auf die Erfordernisse beim Aufbau und der Umsetzung weiterer inklusiver Wohnprojekte.
Leipzig hat viele Leuchttürme in den letzten Jahren errichtet. Auch dieses Projekt ist einer, wenn auch kein so spektakulärer.
Ich bitte Sie um Zustimmung zum Antrag.

Rede zum Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen. DIE LINKE und SPD A 04829 "Wohngemeinschaft Connewitz e. V. - Finanzierung und Bauabschluss sichern". Er wurde angenommen.


Presse


Siegfried Schlegel

Werner Heiduczek hat sich vielfältige Verdienste um Leipzig erworben

Bereits 1969 lernte Stadtrat Siegfried Schlegel den Schriftsteller Werner Heiduczek  persönlich kennen. Schlegels Eltern arbeiteten damals wie auch zeitweilig Werner Heiduczek als Dozent für Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1969 fand im Spätsommer ein Internationaler Deutschlehrerkongress in Leipzig... Weiterlesen