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Fraktion DIE LINKE

A 07943 Fortschreibung des Stadtteilzentrenkonzeptes (Neufassung)

  1. Für die Stadtteile Zentrum und Paunsdorf (00 bzw. 24 und 25) wird das Stadtteilzentrenkonzept der Stadt Leipzig unter Beachtung der Einwohner- und Besucherentwicklung, der stadträumlichen Entwicklung sowie veränderter Rahmenbedingungen im Einzelhandel durch Onlinehandel, Ansprüche an Dienstleistungen Kultur- und Freizeitangebote fortgeschrieben.
  2. Ein Entwurf zur Beteiligung der Öffentlichkeit und der Stadtratsgremien ist im 2. Quartal 2020 vorzulegen.  

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Sachverhalt:

Zwei gewichtige Gründe erfordern eine Fortschreibung und Aktualisierung des Fachplans „Zentren“ als Teil des im vergangenen Jahr durch den Stadtrat beschlossenen integrierten Stadtentwicklungskonzeptes INSEK Leipzig 2030. Dies hat zwar den integrierten Ansatz und es wurden auch zahlreiche gewichtige Fachkonzepte wie zum Wohnen, zu Wirtschaft und Arbeit, Kommunaler Bildungswirtschaft oder Mobilität mit beschlossen. Offen ist neben den unterbelichteten Themen Forschung, Wissenschaft und Hochschulen sowie dem noch nicht im Verfahren befindlichen Konzept Wohnbauflächen auch das Fachkonzept Zentren.

Nachdem sich der Einzelhandel im Zentrum in den zurückliegenden Jahren perfekt entwickelt hatte, ist die Schließung des Karstadt-Kaufhauses in der Petersstraße ein gewichtiger Einschnitt mit Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung und das gesamte Stadtgebiet. Außerdem gibt es die Absicht eines Investors, im B-Zentrum Paunsdorf-Center ein Kinozentrum und weitere Freizeit- und Erlebnisangebote zu schaffen. Dabei geht es weniger um das „Ob“, sondern um das „Wie“ und das Maß. Es kann nicht das Ziel sein, gleichartige Angebote in anderen Stadtteilen oder in Orten des Umlandes mit zentralörtlichen Funktionen zu gefährden.

Leipzig steht für feste Stadt-Umland-Kooperationen mit den Landkreisen Nordsachsen und Leipziger Land. In Bezug auf die Stadt Halle, den Saalkreis oder Merseburg steht dies trotz anderslautender Beteuerungen aus. Aber auch die stadträumlich unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung oder  sich ändernde Rahmenbedingungen wie Internethandel, Ansprüche an Dienstleistungen, Kultur- und Freizeitangebote müssen betrachtet werden. Das geht nur mit der Bevölkerung und den unterschiedlichen Akteuren.

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