Zum wiederholten Mal und völlig berechtigt, beklagt der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) auf seinem Verbandstag das Wegbrechen der geförderten Stellen des zweiten Arbeitsmarktes und die gravierenden Konsequenzen für die Vereinsarbeit. Hier, wie auch bei den Trägern vielfältiger Initiativen im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit, der Kultur oder der Bürgervereine schlagen die jüngsten Kürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung bis zur gänzlichen Lahmlegung der Vereinsarbeit durch. Der gut gemeinte Verweis des Sportamtes auf den Bundesfreiwilligendienst greift angesichts der offenbar bereits ausgeschöpften personellen Ressourcen sicher zu kurz.
Mehrfach haben sich die Betroffenen an die Stadtratsfraktionen gewandt. Wenn aber in der LVZ vom 31. Januar 2012 von „dürftigen“ bis „bescheidenen“ Reaktionen der Politik die Rede ist, verweise ich für meine Fraktion darauf, dass wir diese Kürzungen mehrfach öffentlich kritisiert und die Verwaltungsspitze der Stadt zu Reaktionen aufgefordert haben. Leider blieb Letzteres ebenso folgenlos wie die vereinzelten und unkoordinierten Proteste aus den Vereinen. Unsere entsprechenden Haushaltsanträge wurden durch die Mehrheit des Stadtrates abgelehnt. Dabei hatte sich der Stadtrat seinerzeit in seinen Beschlüssen zur Sicherung der Trägerlandschaft bei der Beschäftigungsförderung bekannt. Als Chef der Trägerversammlung des Leipziger Jobcenters konnte sich der Oberbürgermeister indes offenbar nicht durchsetzen.