Die Fraktion DIE LINKE hat einen Antrag zur Fortführung des außerordentlich erfolgreichen Projektes „SINGT EUCH EIN!“ eingereicht.
Im Rahmen dieses Projektes, das in Zusammenarbeit der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ mit Leipziger Grundschulen durchgeführt wird, erhalten Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse im Rahmen des Musikunterrichts Gesangsunterricht durch Musikpädagogen der Musikschule. Dadurch wird bei Kindern die wichtigste Grundlage für die musikalische Entwicklung geschaffen und der Grundstein für lebenslange Beschäftigung mit Musik gelegt. Beim Singen als entscheidender Voraussetzung für jegliches Musizieren entdecken Kinder die Freude an Musik, wodurch der Wunsch nach Erlernen eines Instrumentes geweckt werden kann.
Gemeinsames Singen fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder, entwickelt das Sozialverhalten und wirkt sich positiv auf den freundlichen Umgang miteinander aus.
Das Projekt „SINGT EUCH EIN!“ erreicht alle Kinder der Klassenstufe 3 der jeweiligen Teilnehmerschulen, denn es erfolgt keine Vorauswahl der Schülerinnen und Schüler. Angesichts der sozialen Situation in unserer Stadt, nach der ein bis zwei Drittel der Kinder von Sozialleistungen leben müssen, eröffnet „SINGT EUCH EIN!“ einen wichtigen Zugang zur kulturellen Teilhabe. Denn vom Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung kann man es sich nur schwer leisten, Unterricht an der Musikschule zu nehmen.
Die Resonanz ist bei allen Beteiligten durchweg positiv. Etliche Lehrkräfte der am Projekt teilnehmenden Schulen berichten auch von positiven Auswirkungen dieses Unterrichts auf die Unterrichtsstunden in anderen Fächern und auf das allgemeine Klima der Schule. Bis zum Ende der Projektförderung im Juli 2012 werden ca. 4.000 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse das Projekt durchlaufen haben.
Um das Projekt, das bislang von der Schweizer Drosos-Stiftung finanziert wurde, in den regulären Haushalt der Musikschule zu überführen, sind jährlich etwa 150.000 Euro notwendig. Das ist gut angelegtes Geld, will man vermeiden, dass das Projekt aus dem bestehenden Etat finanziert wird und so die Warteliste der Musikschule von aktuell 1.000 Schülern weiter anwächst.