6. Oktober 2011 Dr. Skadi Jennicke

Das Naturkundemuseum ist ein zentraler Haushaltsschwerpunkt für DIE LINKE

Die verzweifelte Wut, die aus der Pressemitteilung des Fördervereins des Naturkundemuseums spricht, ist durchaus verständlich. Denn in der Tat ist die aktuelle Situation wenig zufriedenstellend. Durch Brandschutzauflagen besteht die Gefahr, dass auch noch die Räume für die Sonderausstellungen wegfallen. Die Verwaltung, namentlich Herr Faber, hat jedoch im letzten Fachausschuss Kultur versichert, hierfür eine Lösung zu suchen. Und auch die Kosten für Wach- und Aufsichtspersonal sind in 2011 gesichert, weil die Verwaltung intern umgeschichtet hat. Es sei nochmals daran erinnert, dass es der Stadtrat selbst war, der die Konsolidierungsleistungen des Naturkundemuseums gegen die Stimmen der LINKEN beschlossen hat.

Äußerungen zum Ergebnishaushalt 2012 sind aktuell noch nicht zielführend, weil uns Stadträten hier noch wesentliche Informationen fehlen. Denn die neue Haushaltsstruktur sorgt mitnichten für mehr Transparenz.

Die Sicherung des laufenden Betriebs des Naturkundemuseums ist für die Fraktion DIE LINKE jedoch zentraler Haushaltsschwerpunkt. Dazu gehört auch die Einstellung der Projektleiterstelle, denn ohne diese ist der Masterplan nicht zu erstellen. Auch die Präparatorenstelle gilt es über 2012 hinaus zu sichern. Noch wichtiger ist es jedoch, Investitionsmittel für die Sanierung des aktuellen oder eines alternativen Standortes einzustellen. Aktuell sind hierfür erst in 2015 Mittel vorgesehen. Das ist eindeutig zu spät, will man 2016 ein neues und zukunftsfähiges Museum eröffnen. DIE LINKE wird, wie auch bereits bei der Haushaltsbeschlussfassung 2011, Wort halten und sich für die Bildungsinstitution im Zentrum von Leipzig einsetzen.