13. Dezember 2012 Fraktion DIE LINKE

HP 041/13 Planungsmittel für Liegenschaft Friederikenstraße 37

Für die Instandsetzung der Liegenschaft Friederikenstraße 37 werden 50.000,- € Planungsmittel in den Haushalt 2013 eingestellt. Die Liegenschaft wird dem Kulturamt übertragen und als kommunales Kreativzentrum mit Atelierräumen und Bandproberäumen ausgebaut.

Begründung:

Aufgrund brandschutztechnischer Mängel oder wegen Verkaufsabsichten der Eigentümer sind bzw. werden noch bis Ende 2012 zahlreiche Kreative und KünstlerInnen ihre Atelierräume verlieren.  Allein von der Kündigung des Atelierhauses in der Erich-Zeigner-Allee 64 sind ca. 120 KünstlerInnen betroffen. Die Ateliersuche erhält dadurch in Leipzig ganz neue Dimensionen. Momentan ist es auf dem privaten Immobilienmarkt schwer, geeignete Objekte in ähnlicher Größenordnung und für vergleichbar günstige Mietbedingungen als Ausweichmöglichkeit zu finden. In der Erich-Zeigner-Allee allein gab es 90 Atelierräume zwischen 22 und 70 m² sowie zahlreiche Lagerräume zwischen 12 und 22 m² warm für 3,60 Euro pro m²warm.
Neben dem zu erwartenden Ateliernotstand herrscht in Leipzig ein akuter Mangel an Proberäumen für Nachwuchs- und Amateurbands, der durch das Bandhaus in der Saarländer Straße nicht annähernd abgedeckt werden kann.
Die Liegenschaft in der Friederikenstraße ist eine stillgelegte städtische Immobile mit einer Gesamtfläche von ca. 4.500 m². Die Verteilung der Räume in diesem Objekt ist für die Einrichtung eines Atelierhauses ideal. Das Objekt verfügt über mehr als 100 Räume mit einer Größe von 15-60 m² auf vier Etagen verteilt. Strom, Wasser, Fernwärme liegen an, sind jedoch momentan nicht in Betrieb. Durch Schrottdiebe und Vandalismus sind Schäden entstanden, die vor der Inbetriebnahme behoben werden müssten. Die Instandsetzungskosten würde sich auf ungefähr 250.000,- € belaufen. Diese Kosten würden sich aber durch die Vermietung nach geraumer Zeit wieder amortisieren.
Durch den Ausbau der Immobilie in der Friederikenstraße 37 als ein kommunales Kreativzentrum mit Atelier- und Proberäumen könnte dem Raumnotstand abgeholfen werden. Außerdem kann die Stadt selbst die Mietpreise regulieren und somit Kreativen und KünstlerInnen eine langfristige Sicherheit bieten. Als Nebeneffekt würde ein neues kreatives Zentrum entstehen, welches Nährboden, Arbeitsraum und Bühne für Kulturschaffende in Leipzig sein kann.

Mögliche Deckungsquelle:
siehe Antrag Nr. 064 „Änderung Planansatz für Zinsaufwendungen“ der Fraktion DIE LINKE

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Der Antrag wurde verwiesen.