19. März 2014 Fraktion DIE LINKE

F 520 Skate-Anlagen in Leipzig

Die Stadtverwaltung wird beauftragt:

  1. die bestehenden städtischen Skate-Anlagen im öffentlichen Raum nutzungsfähig zu erhalten und für eine regelmäßige Wartung zu sorgen. Dazu werden die notwendigen Reparaturen und ggf. bauliche Veränderungen vorgenommen.
  2. die Einrichtung eines Skate-Parks im Stadtgebiet zu prüfen. Dieser sollte mindestens 1.500 qm umfassen und innenstadtnah gelegen sein.

In beiden Punkten werden Akteure aus dem Bereich der Jugend- und Kulturarbeit beteiligt.
Der Stadtrat erhält im III. Quartal 2014 einen Zwischenbericht.

Begründung:

In Leipzig existieren ca. 20 Skate-Anlagen im öffentlichen Raum. Nur rund die Hälfte davon können als tatsächliche „Anlagen“ bezeichnet werden, der Rest ist aufgrund der baulichen Beschaffenheit und Beschädigungen nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar.

Skaten ist aufgrund seiner Niedrigschwelligkeit und der Möglichkeit, dies zwanglos im öffentlichen Raum auszuüben, eine unter jungen Menschen sehr beliebte Freizeitbetätigung. Skateanlagen werden mit folgenden Sportgeräten genutzt: Skateboard, BMX, Mountainbike, Rollerblade, Longboard, Streetboard und Scooter. Dort, wo intakte und gut ausgestattete Anlagen existieren, werden sie rege genutzt. So z. B. im Heizhaus, im Stadtteilpark Reudnitz, am Richard-Wagner-Platz, Robert-Koch-Platz und am Conne Island.
In Leipzig existiert bisher jedoch kein expliziter großräumiger Skate-Park wie beispielsweise in Halle (1.500 qm), Dresden (900 qm) und Plauen (1.700 qm). Keine öffentliche Anlage in Leipzig ermöglicht eine gleichzeitige Nutzung von mehr als 20 Personen.

Aus Sicht der Antragstellerin sollten sowohl die bestehenden Skate-Anlagen bzw. Einzelteile im Stadtgebiet ertüchtigt werden. Andererseits besteht unverkennbar Bedarf nach einem großen Skatepark. Der Bedarf lässt sich an den rege genutzten und gut ausgestatteten Anlagen sowie an der wachsenden Zahl Kinder und Jugendlicher in Leipzig ablesen. Sanierte Anlagen lassen zudem BesucherInnen aus der Region regelmäßig nach Leipzig reisen.

Bei beiden Vorhaben sollte auf die Kompetenz von Vereinen und Initiativen zurückgegriffen.

Zum Formular

Der Antrag wurde in der Ratsversammlung vom 16.07.2014 im Sinne des Verwaltuntsstandpunktes abgestimmt und als solcher angenommen.